2010
Auf der zentralen Kundgebung des DGB am 1. September auf dem Berliner Breitscheidplatz ist Führerstorch Heinar für seinen unermüdlichen Kampf gegen den schlechten Geschmack mit dem „Weltfriedenstag-Gedenkpreis“ des Kulturvereins „Brücke 7“ ausgezeichnet worden. Neben dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, ließ auch die aufrechte Antifaschistin, KZ-Überlebende und erste Preisträgerin Prinzessin Irmingard von Bayern ihre herzlichsten Glückwünsche übermitteln.
Neben einer pointierten Laudatio des „Brücke 7“-Vorsitzenden Claus Bubolz wurden zu Ehren von Heinar im Laufe des Festaktes und unter den Augen zahlreicher, gefolgsamer Gefolgsleute des Storchen wunderbare Klezmer-Stücke gefiedelt und das symbolträchtiges Gemälde "Hakenkreuzspinne" der Prinzessin Irmingard von Bayern überreicht. Auch die Berliner Musikerin Lisa Morisot griff beherzt zur Gitarre und brachte ihrem Idol glühende Ständchen.
"Insgesamt eine runde Sache, so eine Preisverleihung", resümierte Heinars Leibarzt P. noch am Abend des 1. September: „Weil´s so schön ist, verleiht der Führer selber nu ja auch einen Preis, wa! Die Ausschreibung für den „Horst des Jahres 2010“ läuft noch bis zum 15. September. Dem Führer ist es ein großes Anliegen, die bundesweit großartige Wertschätzung seiner Person und die vielen Einladungen zu Kneipentouren heimzuzahlen, äh, zurückzugeben.“
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Rede Prinz Luipold von Bayern
Sehr geehrte Anwesende,
Ich darf mir erlauben, im Namen meiner Frau Mutter
Prinzessin Irmingard von Bayern,
Ihnen Allen herzliche Grüße ausrichten zu können.
Wir finden es bemerkenswert mit welchem Engagement man in Preußen auf dieser Art und Weise menschliche Grundwerte bei der Bekämpfung des Neofaschismus walten lässt. Meine liebe Frau Mutter und meine gesamte Familie mussten unter den Nazis sehr leiden.
Mein Großvater, Kronprinz Rupprecht von Bayern, hat nie den Gefreiten aus Österreich, der weder blond noch blauäugig war, sondern nur der größte Verbrecher in der Geschichte Menschheit über seine Schwelle gelassen.
Alle seine Offerten und seine Bitten dahingehend hat er ignoriert.
Darauf bin ich sehr Stolz. Dies war nicht ungefährlich für ihn.
Nichts ist schlimmer als die Menschenrechte, zu Tode treten
zu wollen.
Es erfreut mich mit großer Freude, zur Kenntnis nehmen zu können, dass die Botschaft meiner Frau Mutter, heute 87,
das die Persiflage ihres Bildes, gegen Faschismus an durch die vierte Generation weitergereicht wird.
Für die Übergage danke ich Pascal Veigel mit 17 aus Brandenburg, auch für sein Violinensolo.
Aber auch Dr. med. Patejdl als Vertreter der zweiten Generation und Miterfinder des Modelabels „Storch Heinar“ gebührt mein besonderer Dank. Machen Sie weiter so.
Genauso wie Herrn Claus Bubolz, als Initiator des Weltfriedenstags- Gedenkpreises und Vorsitzenden des Kulturvereins Brücke 7 e.V. Ein solch 61jähriges unverwechselbares Berliner Urgestein, könnten wir in
Bayern gebrauchen. Er wäre die dritte Generation.
Doch der Verein ist für Alle da.
Wir, von den Wittelsbachern, wünschen Ihnen in der Bundeshauptstadt noch viel Erfolg, bei der Durchsetzung Ihrer und unserer humanistischen Ideale.
Grüß Gott
Rede Storch Heinar
Liebe MitstreiterInnen, lieber Claus,
vor fast zwei Jahren hatten wir im verschlafenen M-V die Idee, den Rechtsextremismus mal auf eine andere Art anzugreifen.
Keiner von uns hätte geglaubt, dass wir uns damit eines Tages auf der Showbühne des DGB zum Antikriegs- und Weltfriedenstag in Berlin wieder finden würden!
Wir sind stolz, auf diese Art Anerkennung zu erfahren!
Wir, das ist eine Gruppe von jungen Leuten aus M-V, die sich nach mehreren Jahren der politischen Tätigkeit gegen Rechts entschieden haben, die Nazis dort zu packen, wo es am meisten weh tut: Nämlich an der Unterwäsche!
Ihr alle wisst es: Die Rechten von heute sind nicht mehr nur an Glatze und Springerstiefeln zu erkennen. Aber sie sind deswegen nicht weniger gefährlich!
Sie haben sich andere Erkennungszeichen und Symbole zugelegt.
Immer noch besonders beliebt ist die Marke Thor Steinar, die sich äußerlich betont harmlos gibt und jede Verbindung zur Naziszene abstreitet.
Da fragt man sich, warum die Firma nichts tut gegen ihr rechtes Image!
Stattdessen hat sie nicht besseres zu tun, als uns zu verklagen! Wie sicherlich viele von euch gehört haben – ohne Erfolg!
Unser Storch wird nicht aufhören, seine Kreise über den mental rasierten Köpfen der neuen und alten Nazis zu ziehen.
Und auf diese Köpfe wird er so oft es geht eine kräftige Ladung Spott und Hohn abwerfen.
Ihr alle könnt uns dabei helfen: holt euch den Storchen an die Brust.
Ihr unterstützt damit gleichzeitig die Arbeit gegen Rechtsextremismus in M-V!
Dafür danken wir Euch und wir danken nochmals dem DGB dafür, hier gemeinsam mit euch stehen zu können. Außerdem danken wir Claus Bubolz, Pascal Veigel, Florian Korbella und den anderen Mitgliedern des Vereins „Brücke 7“ für die großartige Unterstützung durch diesen Preis, den wir mit Stolz ins heimische Nest tragen werden.
Rede Claus Bubolz
Liebe Berliner und Berlinbesucher
1.Septmber ist Antikriegs, aber auch der Weltfriedenstag und es ist ideal die Bühne der Gewerkschaft nutzen zu dürfen. Den Kriegstreiber und Nazis mögen eins garantiert nicht: Starke Gewerkschaften!
Die Nazis machten den 1. Mai zum Tag der Gewerkschaften, dies war Pervers. Denn engagierte und freie Gewerkschafter waren das letzte, was eine Diktatur braucht. Dies hat nicht nur die Geschichte bewiesen, sondern ist bis zum heutigen Tag aktuell.
Deshalb ist es richtig, hier den Weltfriedenstag- Gedenkpreis unseres Kulturverein Brücke 7 e.V. an das Modellabel „Storch Heinar“ zu übergeben zu können.
Für die, die es noch nicht wissen; Es werden vermeintliche Nazi Klamotten bei „Thor Steiner“ produziert, womit die Nazis der Welt und sich zeigen möchten wie dumm Sie sind.
Wenn keine Polizei da ist schlagen die Nazis auch mal gerne zu. Sie sind sogar so kaputt im Kopf, dass sie damit prahlen und sich darüber freuen selber Schläge erhalten zu haben.
Das einzige was ewig gestrige überhaupt nicht vertragen ist Hohn und Spott. Da sind sie allergisch.
Diktaturen jeder Art, lassen keinen politischen Humor zu. Im Gegenteil. Noch heute bekämpfen Diktaturen politischen Humor mit tatsächlicher mörderischer Gewalt.
Doch nun zu Nazi-Klamotten von „Thor Steinar.“
Dass diese uns nicht gefallen, der Menschen die hier vor und auf der Bühne sind ist klar.
Die Designer von „Storch Heinar“ sind der Gegenpart und geben die Nazi-Ideologie der Lächerlichkeit preis:
Hitler hatte nur ein Ei!
Unter der Hitler-Diktatur hatte die Preisträgerin von 2008 fürchterlich zu leiden. Auch im Konzentrationslagern.
Gemeint ist Prinzessin Irmingard von Bayern.
Sie malte im hohen Alter eine Persiflage gegen Neofaschismus. Wir sind außerordentlich glücklich, dieses Bild der Alten Dame an die Störche aus Mecklenburg - Vorpommern weiterzugeben zu dürfen. Die Prinzessin hat uns ihr Bild, als Motivation für den diesjährigen Preisträger zur Verfügung gestellt, wir sind darüber glücklich.
An Deutlichkeit ist diese Persiflage nicht zu übertreffen: Drei Glatzen tanzen um ein schürendes Feuer und eine Spinne mit dem Hakenkreuz symbolisiert das Grauen.
Die Macher von Storch Heinar gestalten Persiflagen, wie die Prinzessin, Gegen Nazis – Ein Konsens, der nicht Richtiger sein kann.
Deshalb bitte ich Sie alle, bei der jetzigen Übergabe des Weltfriedenstags-Gedenkpreises 2010
um einen donnernden Applaus für Prinzessin Irmingard von Bayern und dem Modellabel Storch Heinar.
Brücke 7










