Unsere Meinung zum Bezirk Treptow-Köpenick
Gregor Gysi allein zu Hause
Der Sympathieträger und das Zugpferd von Die Linke hielt am 21.Oktober im Bürgerzentrum Altglienicke Hof und alle kamen. Die 150 überalterten Zuhörer waren fast ausschließlich Parteikonform. So wurde über die Bankenkrise ironisch referiert und man freute sich spitzbübig über Sodan als Kandidat zum Bundespräsidenten. Nachdem Gysi sich vergewisserte das keine Presse im Hause war, wurde seinen Fans Zusatzinfos unterbreitet, was auf die Begeisterung der Zuhörer stieß. Die Begeisterung ebbte ab, als bei den Bürgerfragen ein Vertreter des Kulturverein Brücke 7 die stark vergrößerte NPD Akzeptanz unter den Jugendlichen ansprach. Die zuvor bekundete Begeisterung schwang in eine nachdenkliche Stimmung mit dem Wunsch die Gründe zu analysieren. Die Nachfrage des einzigen Jugendlichen, der Widersprüche aufdeckte und wissen wollte warum die LINKE und die NPD im Bezirk gleichzeitig Beifall klatschen, wenn am 25.11. um 11 Uhr der antifaschistische Brückeverein am Bahnhof Schöneweide durch den Bezirk zwangsgeräumt werden sollte wich Dr. Gysi aus. Der Alleinmatador verwies auf die verantwortlichen Bezirkspolitiker. Sie drängten sich hinten in einer Ecke und nahmen nicht an den 4 freien Plätzen im Podium man sich doch so gerne neben den Spitzenkandidaten gesonnt hätte. War ihm die Antwort unangenehm?
Pascal Veigel
Einheitsfront Die Linke und NPD
Bereits Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts kam es örtlich und regional zur Zusammenarbeit von Kommunisten und Nazis, auf der Basis ihres gemeinsamen "Antikapitalismus" und "Antiimperialismus". In Berlin organisierten NSDAP und KPD damals z.B. gemeinsam einen Großen wilden Streik bei der BVG. Heutzutage kämpft man mit antidemokratischen Mitteln seitens der Rechtsradikalen für eine Ideologie die nichts mit der Realität aber auch keine Umsetzung der Geschichte ist. Dem, sollte man meinen, setzen die Linken einen entgegen, doch diese stehen Seite an Seite und klatschen Beifall!
Geschehen im Bezirk Treptow – Köpenick zur Bezirksverordnetenversammlung am 16.10.2008. Auf die Frage, ob die Bezirksverordneten bei der Zwangsräumung eines Zentrums Für Toleranz – Gegen Gewalt* beiwohnen würden, damit Rechtsradikale nicht Applaudieren würden, wurde von Die Linke gesagt: "Ich freue mich und werde applaudieren, wenn die Räumlichkeiten in der Michael-Brückner-Straße zur Aufwertung und Demokratisierung des Sozialraums um den S-Bahnhof Schöneweide zur Verfügung stehen. Das ist schon auf die Fragestellung bezogen erschreckend, doch er reit Eckart Bräuniger (NPD) an, der „sich vorstellen [könne] an einer möglichen Zwangsräumung des Objektes.. freudig und zufrieden.. beizuwohnen.“
Sicherlich ist uns allen bewusst, dass diese Rechtsextreme momentan wieder ein Hochkonjunktur erleben, doch sollte es nicht die Aufgabe aller Parteien und Bürger sein, diesem entgegen zu wirken. Wir sollten genügend aus den Katastrophen von einst gelernt haben, es scheint aber nicht überall angekommen zu sein.
Falls Ihr den Zusammenhang lesen wollt findet Ihr die BVV-Fragen udn Antworten hier!
Die fett geschriebenen Sätze sind wortwörtliche Zitate von Philip Wohlfeil. Ich wurde auch darüber hiunaus darauf hingewiesen, dass bei der BVV Tonbandmitschnitte vorhanden sind, die die gesamte Sitzung beinhalten. Ich möchte damit die Möglichkeit bieten nachzuhaken und sich selbst ein Bild zu machen.
Florian Wurl
stellv. Vorsitzender

