Offener Brief
Sehr geehrter Herr Thuge,
da Sie der einzige Abgeordnete des Bezirksparlamentes waren, der schriftlich reagiert hat, will ich auch umgehend antworten. Die provokante Einleitung „Schämen Sie sich nicht für die Arroganz der Macht“ war richtig. 1. haben Jugendliche, die mich auch beraten, das Recht provokant zu sein und 2. ist eine Form der Arroganz, nicht zu reagieren. Wenn Sie als einziger reagiert haben und 51 nicht, zeigt es, dass die Jugendlichen recht hatten.
Das einzige, was mich treffen könnte, wäre der Vorwurf, der NPD Argumentation zu folgen. Ich empfehle Ihnen nicht nur sich einmal auf unserer Webside umzuschauen, sondern erlaube mir, Ihnen einen offenen Brief an meinen SPD-Kreisvorsitzenden zur Kenntnis zu geben. Grund ist der, Sie unterschreiben mit „antifaschistischen Grüßen“ und wir haben das ehrlichste antifaschistischste Programm. Bevor die Grauen Panther der Bedeutungslosigkeit/Auflösung versinken, würde ich Sie gerne motivieren in unsere Partei einzutreten und damit die Fraktion zu stärken.
Der politische Hungerstreik ist denkbar ernst gemeint. Ein Hungerstreik ist immer das letzte Mittel vor dem Tod. Nachvollziehen können Sie dies, indem sie auf unserer Homepage das Projekt mit der Prinzessin Irmingard von Bayern anklicken (22.03.08) und sich meine Rede verinnerlichen. Stolz unterstreichen Sie als Kranken- und Altenpfleger, dass Sie examiniert sind. Mit dieser staatlichen Prüfung kennen Sie auch den hypokratischen Eid der Ärzte, die aus Humanismus und Menschlichkeit handeln (leider gibt es auch Ärzte, die mehr Finanzbuchhalter sind). Deshalb sollte einem Krankenpfleger niemals die PG - Sonde ausfallen.
Ich kann Ihnen versichern, dass die Nazis sich nicht besonders über mich freuen, nicht nur weil ich „Judas-Bargeldangebot“ 2x ablehnte, sondern weil sich ihre Verachtung in krimineller schwerer Körperverletzung auf Musiker und Sympathisanten unseres Vereines widerspiegelt. Ich darf mir erlauben, auf einen Überfall hinzuweisen, wo ich mich geschämt habe, dass kein politisch Verantwortlicher dem Opfer der Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ gute Besserung gewünscht hat. Anders als im Landkreis Dahme Spreewald, wo der Landrat Martin Wille (SPD) sofort auf die Ereignisse in Berlin persönlich reagierte. Ein Sprichwort sagt: „Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert.“ Ich habe Genesungswünsche im Namen des Bezirks ausgesprochen, obwohl ihm keiner aus dem Bezirk (Vorfall bekannt) Heilungsgrüße ausrichten ließ, weil ich mich für die Parlamentarier so geschämt habe und ihm die Nichtreaktion nicht zeigen wollte.
Mit ebenfalls antifaschistischem Gruß
Claus Bubolz