Der VereinAktuellKontroverse TKGeschichteStatementsWeltfriedenstag

TAZ - Stellungnahme

Stellungnahme zum Artikel der TAZ vom 26.11.2008

Ebenso wie Erhardt Körting gegenüber dem Berliner Abendblatt erwähnte, wollte der Kulturverein Brücke 7 e.V. den Rechtsradikalen kein Podium bieten. Wir haben versucht „keine Seele als verloren zu sehen“ sondern wir wollten „immer wieder versuchen, die Jugendlichen auf den Weg der Demokratie zu bringen.“ Deshalb sehen wir es so, wie die Schlussworte Erhardt Körtings es in unserem Gästebuch hinterlassen hat: „Ohne Diskussion keine Kultur und Politik, deshalb muss man zur Diskussion immer offen sein, auch wenn es unangenehm ist.“
Als Konsequenz der Vorwürfe haben wir die Serie rechte und linke Jugendliche an einen Tisch zu holen in Form dieser Diskussionen vorzeitig beendet. Der Kulturverein Brücke 7 e.V. war zu keinem Zeitpunkt Treffpunkt der Neonazi-Szene.

Uns wurde im Jahre 2005 die freie Trägerschaft der Jugendhilfe aberkannt, was jedoch keineswegs mit der Bundesförderung „Aufbau Ost – Kultur“ in Verbindung steht. Alleine schon der Ursprung der Förderung zeigt das Förderprojekt Kultur, nicht wie erwähnt wird die Jugendarbeit. Wir werfen dem Bezirk sicherlich vor, die Gelder anderweitig verwendet zu haben, denn das Kulturamt Treptow-Köpenick ist zu keinem Zeitpunkt über die Gelder aus dem Kulturfond involviert gewesen.

Der Verbleib der Fördermittel ist bis dato noch nicht geklärt bzw. aufgedeckt worden. Die Aussage, dass wir dem Anwalt sein Honorar nicht bezahlt haben stimmt so nicht. Er hat das Mandat vor einer Verhandlung fallen lassen und beansprucht nun ein Honorar, welches mit den Absprachen nicht konform ist. Dieser behauptet, wir hätten ihm ein immenses Vereinsvermögen präsentiert, doch unser Verein war niemals im Besitz eines Vermögens. Dieser Fall ist immer noch nicht abgeschlossen. Es reicht nur das Zitat der Gerichtsakte er arbeite „pro Bono“ (zum Wohle der Öffentlichkeit).

Uns wurde das Mietverhältnis nicht wegen eines etwaigen Mietrückstandes ausgesprochen, sondern Auslöser war die Montage eines Weltfriedenstags – Plakates. Das Bezirksamt kann nicht behaupten, dass wir über Jahre hinweg einen Monat vergessen haben, Miete zu bezahlen. Hierfür haben wir Nachweise über die Zahlungen – nicht nur durch den Verein, sondern auch Unterstützer des Vereins. Und gegen die Aussage der Bzeirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler ist Strafanzeige erstattet worden.

Der Vorwurf uns würde parteiübergreifende Unterstützung ausbleiben können wir auch nur von uns abwenden. Unterstützung haben wir aus unseren Reihen aber auch außerhalb dieser erhalten. Unsere letzte vereinsinterne Veranstaltung zeugt von der Rückenstärkung auch auf Landes- und Bundesebene.

Die Professionalität, die Herr Bubolz sich gerne aneignen wollte, wurde uns leider durch Angriffe des Bezirksamtes vereitelt. Die ehemalige Zusammenarbeit und Kooperation ist zu einer Art Widerstand mutiert. Die Qualifikation der Jugendarbeit wäre bei Ausschüttung der Fördergelder zu hundert Prozent gewährleistet gewesen, u.a. durch unsere Zusammenarbeit mit dem Berliner Jugendclub.

Der Verein besteht nicht aus einer kleinen Ecke der Wohnung von Herrn Bubolz, sondern dort befindet sich momentan ausschließlich unser Büro. Wenn man es genau nimmt, befindet sich das Büro aber auch bei unserem stellvertretenden Vorsitzenden - Florian Wurl. Wir agieren weiter, denn „Für Toleranz – Gegen Gewalt“ agiert man nicht in irgendwelchen Gebäuden, sondern in der Öffentlichkeit.