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08.05.2011

8.Mai 2011 Tag der Befreiung vom Faschismus
19:00 Geschäftsstelle des Kulturvereines

Keine Euphorie beim Erscheinen der Mitglieder und Sympathisanten. Man weiß was man sich anschauen will. Einen neu geschaffenen Dokumentarfilm:
„ Die Kinder kamen nicht zurück „
Alle wussten dass dies ein Beitrag zur Geschichts- Bewältigung werden würde. Eine der Taten, unserer diesjährigen Weltfriedenstag – Gedenkpreis Trägerin
Beate Klarsfeld

In Jahrzehntelanger Kleinarbeit schufen Serge und die in Berlin geborene und aufgewachsene Beate Klarsfeld die Grundlagen für einen historisch wertvollen Dokumentarfilm, das nicht nur Aufsehen erregte und den es so noch nicht gab. Sie zeigten uns das Unfassbare:

Im unbesetzten Frankreich wurden unter den Vichy –Regimes von 1943 bis 1944 über 10.400 unschuldige jüdische Kinder im vorauseilenden Gehorsam nach Auschwitz deportiert. Ohne Befehl! Die unter 13 Jährigen kamen gleich am Tage ihrer Ankunft in die Gaskammern.

Beklemmend und überzeugend ist die Tatsache, das dieses Dokumentarkunstwerk „nicht nur Zahlen“ und Fakten reflektiert, sondern das an Einzelschicksalen nachvollzogen werden kann, was das größte Verbrechen der Menschheit darstellte: Der Holocaust.
In den Kindergesichtern die in den Vernichtungsfabriken ermordet wurden wird das Verbrechen so begreifbar, das einen der Atem stockt.
Ursächlich ist das zeigen von den ermordeten Kindern auf Fotos die
einem dazu direkt ins Gesicht anschauen. Teilweise glücklich nachdenklich oder spielend.
Tausende dieser Bilder haben beide Klarsfelds gesammelt, damit diese Gesichter nicht verloren gehen. Wir sind ihnen dankbar dafür.
Dankbar sind wir auch, dass wir sie auch dafür auszeichnen dürfen. Wir ehren ihr Lebenswerk indem sie sich zur Aufgabe machte Naziverbrecher vor Gericht zu bringen. Es war nicht nur der Leiter der Lyoner Gestapo Barbie, den sie aufspürte und der sie seiner gerechten Strafe zuführte, sondern die Angst, die sie bei den Verbrechern schaffte aufgespürt zu werden.

Für Völkermord kann es eigentlich keine gerechte Strafe geben war der anschließende Grundtenor Aller. Der Tag der Befreiung kam für diese Kinder zu späht. Es nicht wie sonst lebhaft debattiert worden, dazu waren die Eindrücke des Streifens zu stark.
Gut das genau dieser Film im 3Sat gezeigt wurde. Vielleicht war das Schreiben unseres Vereines, an dem ZDF – Intendanten ein kleiner Stein für die Ausstrahlung dieser Dokumentation.
Es berichteten vier Vereinsmitglieder ihm über ihre Eindrücke, die sie bei einer Uraufführung am 27.1 2011im Berliner Willy Brandt Haus sammelten.
Genau so, wie wir hoffen dass unser Brief an den Bundespräsidenten ebenfalls ein kleiner Stein ist, dass Beate Klarsfeld endlich ihr verdientes Bundesverdienstkreuz bekommt.

8. Mai Brücke 7 e. V.
Bilder aus:
„Die Kinder kamen nicht zurück“