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02.10.2011

3 Vereine - ein Anlass:
Der 50. Jahrestag von Amnesty International, einem e.V., den jeder als die größte Gefangenenhilfsorganisation der Welt kennt.
In einer gemeinsamen Veranstaltung mit den „Kulturwerk e.V. Treptow-Köpenick“ und dem Kulturverein „Brücke 7 e.V.“ sollte das Anliegen von AI vorgestellt und um Spenden für die Arbeit dieser Organisation geworben werden.
In der gut besuchten Repräsentanz des Kulturwerkes, dem Spree lac Art waren in der Brückenstraße in Schöneweide waren im November rund 50 Gäste vor Ort.
Das niveauvolle Ambiente schuf die junge Künstlerin Tanja Luther, deren Bilder ihre Gefühlswelt in moderner Malerei ausdrückten.
Zu Beginn würdigte die Landesvertreterin von Amnestie International Katharina Wiatr und Florian Oswald die Initiative von „Brücke 7“ als wichtigen Beitrag für die Öffentlichkeitsarbeit und unterstrich, dass AI keine Firmenspenden annimmt, um die Unabhängigkeit zu bewahren. Dafür erntete sie Applaus.
Die beteiligten Künstler agierten honorarfrei. Der junge Diplompianist Christopher Thiess reiste extra aus München an. Er spielte letztes Jahr sogar mit den weltbekannten Pianist Lang Lang zusammen. Er interpretierte Beethoven so überzeugend, dass ein anwesender kritischer Musikprofessor begeistert war.
Anschließend las der Autor Michael Dur aus seinem neuen Roman „Korruption, der Schmerz am Arsch der Demokratie“. Er prangerte damit tatsächliche, teils selbst erlebte Umtriebe in der Politik an. Wo Korruption ist, ist die Verletzung der Menschenrechte nicht weit. Dies passte somit ins Konzept.
Zwischenapplaus erntete der Liedermacher Achim Naujokat für die Vorstellung seiner CD „Kein Wirtschaftsfaktor“ - Songs mit geistigem Tiefgang. Bemerkenswert, dass auch junge Zuhörer sich für „altersgerechte“ Texte wie „Lady in Grau“ begeisterten. Sie argumentierten seine Lieder bringen es einfach auf den Punkt.
Unglücklich war nur Claus Bubolz von „Brücke 7“, der mehr als 100 € Spendengelder erwartet hatte. Wichtig für ihn war auch, direkt neben einer rechtsradikalen Szenekneipe ein Zeichen zu setzen. Er bedankte sich bei Kerstin, die im Spree lac Art alles vorbereitete und auch bei der Polizei für die Absicherung der Veranstaltung dezent beitrug.
Als Reverenz an AI erklang unplanmäßig noch einmal Klassik vom Feinsten: Christopher Nachnahme spielte Rachmaninoff. Dies rundete den Abend für Zivilcourage ab.

 

Landesvertreterin Berlin/Brandenburg von Amnestie International Katharina Wiatr und ihrem Praktikanten Florian Oswald. Am Piano unser lieber Achim Naujokat